Lexikon

Schlingentisch

Schlingentisch Schlingentisch Quelle: AOK Mediendienst

Schlingentische ist eine Therapie. Der Körper hängt dabei ganz oder teilweise in Schlingen. Die Schlingen sind so eingestellt, dass Sie möglichst keine Schmerzen haben und sich ohne Anstrengung bewegen können. Es fühlt sich ein bisschen so an, als ob man im Wasser schwebt. Wie viel die Therapie mit dem Schlingentisch wirklich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.

Schmerzbewältigung

In der Reha wird viel gegen Schmerzen getan. Trotzdem kann es sein, dass ein gewisser Schmerz bestehen bleibt oder immer wieder kommt. Was dann? Man kann einiges tun, damit man den Schmerz, der sich nicht ändern lässt, besser erträgt. Zum Beispiel durch Ablenkung: Solange man etwas tut, was man gerne tut, was einen innerlich wirklich fesselt, was Konzentration erfordert – solange lassen sich Schmerzen sozusagen vergessen. In der Reha kann man diese und andere Methoden der Schmerzbewältigung lernen. Siehe Verhaltenstherapie.

Schutzfaktor

Schutzfaktor ist das Gegenteil von Risikofaktor. Schutzfaktoren verringern die Gefahr, dass Sie krank werden. Oder sie helfen, trotz Krankheit ein zufriedenes Leben zu führen. Dazu gehören zum Beispiel: persönliche Überzeugungen („das schaffe ich schon“, „man muss dagegen angehen“) und Optimismus, gute Partner und Freunde, ein gutes Betriebsklima auf der Arbeit, gute Bildung und vieles andere. In der Reha kann man lernen, die eigenen Schutzfaktoren weiter auszubauen.

Schwerbehindertenausweis

Menschen mit einer Schwerbehinderung können einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Als schwerbehindert gilt man, wenn der Grad der Behinderung (GdB) 50 oder mehr beträgt. Mit dem Ausweis können notwendige Hilfen und Leistungen in Anspruch genommen werden. Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung haben einen besonderen Kündigungsschutz, erhalten Zusatzurlaub oder Vergünstigungen bei der Besteuerung des Einkommens.

Sequenztraining

Sequenztraining ist ein anderes Wort für das Kraftausdauer-Training an Geräten. In der Reha ist das Sequenztraining sehr verbreitet. Es ist anstrengend, aber wahrscheinlich eine der nützlichsten Therapieformen. Es wird oft auch medizinische Trainingstherapie genannt.

SGB

Abkürzung für Sozialgesetzbuch. Für die Reha ist besonders das SGB IX (neun) wichtig. Es regelt die „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“. Paragraph 9 des SGB IX handelt von dem Wunsch- und Wahlrecht. Weitere wichtige Teile sind das SGB V (fünf) und SGB VI (sechs). Darin steht, was die Krankenversicherung und die Rentenversicherung tun muss und tun darf. Leider sind die Gesetze schwer zu verstehen. Deswegen ist es gut, dass es in den Reha-Einrichtungen Sozialpädagogen gibt. Die können die Gesetze erklären.

Sonderkostform

Wenn Sie irgendetwas nicht vertragen können oder eine Diät brauchen: In den meisten Reha-Einrichtungen kann die Küche das berücksichtigen. Dann bekommen Sie eine Sonderkostform.

Sozialer Dienst

Der Soziale Dienst steht dem Rehabilitanden als Gesprächspartner zur Seite. Er berät zum Beispiel über berufliche Verändungsmöglichkeiten und erforderliche persönliche Hilfen. Der Sozialdienst bezieht dabei alle Probleme (persönliche, familiäre, berufliche und finanzielle) mit ein, die mit der Krankheit zusammenhängen. Gemeinsam wird über die zukünftige Lebenssituation gesprochen. Ziel ist die schnelle Rückkehr in das berufliche und soziale Leben.

Video hierzu

Sozialgesetzbuch

Die Abkürzung lautet SGB. Für die Reha ist besonders das SGB IX (neun) wichtig. Es regelt die „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“. Paragraph 9 des SGB IX handelt von dem Wunsch- und Wahlrecht. Weitere wichtige Teile sind das SGB V (fünf) und SGB VI (sechs). Darin steht, was die Krankenversicherung und die Rentenversicherung tun muss und tun darf. Leider sind die Gestze schwer zu verstehen. Deswegen ist es gut, dass es in den Reha-Einrichtungen Sozialpädagogen gibt. Die können die Gesetze erklären.

Spacecurl

Ein Spacecurl ist ein dreiachsiges Therapiegerät. Durch die eigene Bewegung bzw. Gewichtsverlagerung ist eine Bewegung in allen Ebenen des Raumes möglich. Das Therapiegerät wird für das Training der Wirbelsäule oder auch zur Therapie neurologischer Erkrankungen (wie z. B. Morbus Parkinson) eingesetzt. Durch die Bewegung darin soll die Muskulatur gekräftigt sowie die Körperwahrnehmung und die Koordination verbessert oder wiederhergestellt werden.

Stangerbad

Das Stangerbad gehört zu den Elektrotherapien. Es wird auch Hydrogalvanisches Bad genannt. Der Patient liegt in einer mit Wasser gefüllten Badewanne. Durch das Wasser fließt elektrischer Strom. Aber keine Angst! Der Strom ist natürlich nicht so stark, dass er Ihnen schaden könnte. Das Bad wird häufig bei Ischias-Beschwerden eingesetzt.

Stemmführung nach Brunkow

Stemmführung nach Brunkow ist eine Therapie. Sie kräftigt Muskeln in Beinen, Armen und Rumpf. Vorteil: Die Therapie kann man auch alleine ausführen. Wie viel diese Therapie in der Reha tatsächlich nützt, ist wissenschaftlich noch nicht ausreichend untersucht.

Stufenweise Wiedereingliederung

Wenn man längere Zeit ernsthaft krank war, ist es gar nicht so leicht, wieder voll in die Arbeit einzusteigen. Darum gibt es die stufenweise Wiedereingliederung. Stufenweise heißt: Sie arbeiten zunächst nur wenige Stunden oder nur einzelne Tage in der Woche. Oder Sie machen nicht die ganze Arbeit, sondern nur das, was Ihnen leichtfällt. Allmählich steigern Sie sich dann. Das Ganze zieht sich über 6 Wochen hin. Wenn nötig sogar bis zu 6 Monaten. In dieser Zeit bekommen Sie Übergangsgeld oder Krankengeld. Die Arbeitgeber müssen einverstanden sein. Da sie keinen Lohn bezahlen müssen, Ihre Arbeitskraft also geschenkt bekommen, stimmen viele zu. Wenn Sie eine stufenweise Wiedereingliederung wünschen, sprechen Sie Ihren Arzt in der Reha-Einrichtung darauf an.

Stützapparat

Stützapparat ist ein anderes Wort für Skelett. Dazu gehören die Knochen, der Knorpel, die Gelenke, die Bandscheiben und die Bänder. Der Stützapparat wird oft zusammen mit dem Bewegungsapparat genannt. So heißen die Körperteile, die man braucht, um sich zu bewegen. Das sind vor allem die Muskeln und Sehnen. Oft kann man lesen: „Die ABC-Klinik behandelt Krankheiten des Stütz- und Bewegungsapparates.“